Nominee

Design Leadership Prize:
Focus Ageing Society

 
 

Solidarity Network

EPFL + ECAL Lab – Ecole polytechnique fédérale de Lausanne

Nicolas Henchoz, Mathieu Daudelin, Andreas Koller, David Roulin, Olivier Evalet, Andreas Sonderegger, Béatrice Durandard


Pro Senectute

Alain Plattet, Marion Zwygart
Helen Hamlyn Center,

Royal College of Art, London

Emily Groves, Chris McGinley, Rama Gheerawo


Supported by:

Leenaards Foundation


www.quartiers-solidaires.ch

Zu den grossen Problemen einer immer älter werdenden Gesellschaft gehört das um sich greifende Phänomen der Alters-
Einsamkeit. Die Initiative «Quartiers Solidaires» wurde ins Leben gerufen, um soziale Bindungen zu schaffen, zu erneuern, zu entwickeln und zu pflegen und auf diese Weise die Lebensqualität und die Integration älterer Menschen in einer Gemeinde bzw. in einem Stadtquartier zu verbessern. In diesem Rahmen entstand das derzeit laufende, von EPFL+ECAL LAB und Pro Senectute lancierte Forschungsprojekt «Réseau Solidaire». Es setzt sich mit der Frage auseinander, wie digitale Kommunikation und dazu notwendige Interfaces – etwa von Mobiltelefonen – konzipiert und gestaltet sein müssen, um von älteren Menschen in gewinnbringender Weise eingesetzt zu werden. Obwohl das Projekt noch längst nicht abgeschlossen ist, zeichnet sich bereits eine wichtige Erkenntnis ab: Ältere Menschen sind – entgegen landläufiger Meinung – sehr wohl dazu fähig und bereit, sich neue Technik anzueignen, wenn es dafür ein passendes Angebot gibt.


Comments of the nominators


Die Alters-Einsamkeit ist ein noch immer unterschätztes gesellschaftliches Problem, obwohl man längst weiss, dass fehlender Sozialkontakt eine ebenso gesundheitsschädigende Wirkung hat wie Rauchen und übermässiger Alkoholkonsum. Die Anpassung digitaler Kommunikationsmittel an die Möglichkeiten und Bedürfnisse alter Menschen ist vor diesem Hintergrund ein wichtiges Forschungsprojekt, bei dem es gestalterische, technische und didaktische Aspekte zu berücksichtigen gilt. Die Relevanz dieser Forschung liegt auf der Hand und soll hier ausdrücklich begrüsst und unterstützt werden.